Frank Rossmann
Artikel vom 25.07.2008 Letzte Aktualisierung am 25.07.2008 08:57 TU
Mit Kritik haben Gewerkschaften auf den angekündigten Stellenabbau beim Autohersteller Renault reagiert. Nach Verlautbarungen der Unternehmensleitung wird der Konzern in den kommenden Monaten etwa 6.000 Stellen streichen.
Die Gewerkschaft CFE-CGC warf dem Management unterdessen fehlende Voraussicht, sowie einen Mangel an Mut und Respekt gegenüber den Mitarbeitern vor. In der Vergangenheit habe man die Geschäftsführung vergeblich aufgefordert, vorausschauend zu handeln und Umschulungen zu organisieren. Allein für den Standort Sandouville im Departement Seine-Maritime sieht Renault den Abbau von 1.000 Stellen vor.Zu den Sparmassnahmen Michel Gornet vom Renault-Management:
"Einerseits geht es darum, unsere laufenden Kosten zu senken, andererseits wollen wir unsere Produktionsbedingungen den Marktentwicklungen anpassen. Natürlich hat uns das veranlasst, einen Plan zum Stellenabbau durch freiwilliges Ausscheiden aus dem Unternehmen aufzustellen. Außerdem ändern wir die Organisation am Standort Sandouville, was dort zu Überkapazitäten führt. Denn unser Ziel ist es, aus Renault einen der konkurrenzfähigsten und rentabelsten Autohersteller zu machen."
Für das erste Halbjahr 2009 weist Renault einen Gewinnzuwachs von 37 Prozent auf insgesamt 1,46 Milliarden Euro aus.
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